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Porträt

Aktuelle Forschungen


Forschungsverbund "Seelenarbeit im Sozialismus: Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie in der DDR" (SiSaP)

Aktuelle Veranstaltungen:
06.05.23 Bundesarchiv Leipziger Museumsnacht - Vorbereitung der Auslandsspionage mit psychophysiologischen Tests - Forschungen der Stasi
02.12.22 Medizinhistorische Kaffeerunde FAU Erlangen-Nürnberg - Psychophysiologische Versuche im Geheimen: Wie die DDR-Staatssicherheit den sogenannten Lügendetektor nutzte
23.-26.11.22 DGPPN-Kongress Berlin -   Normierte Forschung – staatliche Eingriffe in die medizinischen Wissenschaften der DDR ab Ende der 1960er Jahre
30.06.22 Sächs. Psychiatriemuseum Leipzig - Psychiatrie in der DDR zwischen Hilfe, Verwahrung, Missbrauch?  Flyer   Bericht
12.-13.05.22 Uni Erfurt Fachtagung - Transformation von Erinnerung

Vorträge für die Öffentlichkeit - Kolloquium des Forschungsverbunds:
Übersicht aktuelle Vorträge
30.06.22 Alles Gesagt? Zur Frage des politischen Missbrauchs der Psychiatrie der DDR
07.04.22 Geheime Aktionspotentiale - der Lügendetektor und die psychophysiologische Forschung der DDR-Staatssicherheit
11.11.21 Ideologisch motivierte Einflussnahme auf wissenschaftliches Arbeiten in der DDR

Berichte früherer Tagungen:
Rostock, 2021
Jena, 2021

Aktuelle Podcasts:
Quellensuche - Kathleen Haack (Universitätsmedizin Greifswald und Rostock) und Rainer Erices von der Universität Erlangen-Nürnberg sprechen über die Nutzung von Archiven innerhalb des Verbundprojekts „Seelenarbeit im Sozialismus (SiSaP)“. Im Podcast geht es um die Möglichkeiten und Grenzen der Archivarbeit sowie um Probleme innerhalb der Corona-Pamdemie.     Podcast anhören

DDR-Psychiatrie? - Ekkehardt Kumbier (Universitätsmedizin Rostock) und Rainer Erices sprechen über ihre Forschungen und Themen innerhalb des SiSaP-Verbundprojekts. Im Podcast geht es um die brisante Frage eines politischen Missbrauchs der Psychiatrie in der DDR oder um die Frage, gab es eine „DDR-Psychiatrie“.     Podcast anhören

Aktuelle Veröffentlichungen:

Neu ab November 2022! E. Kumbier, K. Haack (2022) Psychiatrie in der DDR III. Weitere Beiträge zur Geschichte.
Eingebettet in grundlegende Entwicklungen des Gesundheitswesens der DDR werden diagnostische und therapeutische Ansätze und Entwicklungen einschließlich medikamentöser Therapien und der Psychotherapie betrachtet. Der differenzierte Einblick in den mikrohistorischen Sozialraum Psychiatrie zeigt, welche enormen Unterschiede in einzelnen Einrichtungen vorhanden waren und in welchem Ausmaß die Qualität der medizinischen und therapeutischen Versorgung von engagierten Akteuren vor Ort abhängig war. Mit Beiträgen von J. Armbruster, V. Balz, T. Beddies, H. Bettin, C. Beyer, F. Bruns, R. Erices, A. Geisthövel, K. Haack, M. Kiechle, E. Kumbier, S. Orlob, M. Rotzoll, A. Schrödter, F. Söhner, M. Storch, A. Windirsch, H. Völker und M. Wahl   Zum Verlag

Neu! B. Strauß, R. Erices, S. Guski-Leinwand, E. Kumbier (2022) Seelenarbeit im Sozialismus - Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie in der DDR.
Das Gesundheitssystem galt in der DDR als Vorzeige-Errungenschaft des Sozialismus. Gleichzeitig betrachtete die Staatsführung bestimmte Disziplinen argwöhnisch als Orte von kritischem Denken und möglichem Widerstand. Mit Beiträgen von A. Arp, C. Beyer, S. Busse, R. Erices, I. Frohburg, A. Gallistl, M. Geyer, H.J. Grabe, S. Guski-Leinwand, H. Kirschner, E. Kumbier, A. Maercker, T.R. Müller, M. Rauschenbach, M. Rotzoll, A. Simon, M. Storch und B. Strauß   Download Flyer

R. Erices (2021) Politischer Missbrauch in der Psychiatrie der DDR. Neue Aktenfunde und Forschungslücken.   Artikel zum Download
Der Beitrag zeigt, dass der Bundesnachrichtendienst Berichte von Quellen sammelte, die über einen Missbrauch der Psychiatrie in der Sowjetunion und der DDR berichteten.

E. Kumbier (2020, Hrsg.) Psychiatrie in der DDR II: Weitere Beiträge zur Geschichte.   Zum Buch
Mit dem Erscheinen des ersten Bands zur Geschichte der Psychiatrie in der DDR wurde ein wegweisender Schritt in Richtung einer differenzierten Auseinandersetzung mit diesem Thema gegangen. Der zweite Band nimmt nun weitere Teilbereiche in den Blick und greift bisher kaum beachtete und neue Forschungsergebnisse auf.

R. Erices "Innenansichten" - eine Bildergalerie zur Situation in der Forensisch-Psychiatrischen Klinik Berlin-Buch 1987.

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Ziel des Projekts SiSaP ist die wissenschaftliche Aufarbeitung der für die Psychologie, die Psychiatrie und die Psychotherapie relevanten Strukturen des Gesundheits- und Forschungswesens der SBZ/DDR für den Zeitraum 1945 bis 1990. Veröffentlichte Fachpublikationen sollen systematisiert, inhaltlich analysiert und mit „Alltagserfahrungen“ geprüft werden, ob diese wirklich Ausdruck der jeweiligen Forschung und Praxis waren. Dadurch sollen die Implikationen für die drei Fächer im Zeitverlauf herausgearbeitet werden und die für die Durchsetzung der Gesundheits- und Wissenschaftspolitik verantwortlichen SED- und institutionellen Leitungs- und Machtstrukturen aufgezeigt werden. Die Ergebnisse sollen in Form von Bibliographien sowie einer Online-Datenbank zu Archivalien der Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie in der DDR für künftige wissenschaftliche Projekte zur Verfügung gestellt werden. Schließlich soll eine repräsentative Befragung von Personen in den neuen und alten Bundesländern mit einem Fokus auf Personen, die mit der Psychologie, der Psychiatrie oder der Psychotherapie konfrontiert waren, durchgeführt werden.

Projektträger: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) – BMBF (01UJ1908AY), 01/19-12/22, zur SiSaP-Homepage
Projektleitung Teilprojekt Erlangen:    PD Dr. med. Rainer Erices
     Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
     Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie im Gesundheitssystem der DDR
Verbundpartner SiSaP:
     Teilprojekt Universität Jena: Die ambivalente Rolle der Psychotherapie
            Prof. Dr. Bernhard Strauß
     Teilprojekt Universität Greifswald/Universitätsmedizin Rostock: Psychiatrie in der DDR zwischen Hilfe, Verwahrung und Missbrauch?
            Prof. Dr. Hans J. Grabe             Prof. Dr. Ekkehardt Kumbier
     Teilprojekt Fachhochschule Dortmund: Psychologie unter politischem Diktat und Justiz
            Prof. a. D. Dr. Susanne Guski-Leinwand



Frühere Forschungen


Millionen für Blut - Devisengeschäfte der DDR mit dem Westen in den 1980er Jahren
Für Devisen verkaufte die DDR Blut und Blutprodukte. Der Bluthandel war die bedeutendste außerplanmäßige Einnahmequelle im Gesundheitswesen. Abgewickelt wurden die Geschäfte von der Abteilung KoKo des DDR-Außenhandels und Zwischenhändlern aus der Bundesrepublik, der Schweiz und Österreich. Geschäftspartner waren vor allem das Bayerische Rote Kreuz (BRK), die Stadt Karlsruhe sowie ein Institut in Duisburg. Angesichts der hohen Auflagen gerieten die Blutspendeinstitute der DDR an ihre Grenzen. Es fehlten Mitarbeiter, moderne Räume, Technik sowie Spender. Blutspenden wurden bei der Armee, in Gefängnissen und in Schulen gesammelt. Die DDR propagierte freiwillige und kostenlose Rote-Kreuz-Spenden als moralische Verpflichtung jedes Bürgers. Über den Verkauf des Blutes wurden die Spender nicht informiert. Das widersprach international üblichen ethischen Grundsätzen.
Zum Artikel in: Wiener Medizinische Wochenschrift       Interessiert? Schreiben Sie!

Das Gesundheitswesen der DDR in den 80er Jahren - Analysen der Stasi-Akten zur DDR-Medizin
Auch 30 Jahre nach dem Ende der DDR leben Mythen über deren Gesundheitswesen weiter. Für viele Menschen gilt die Gesundheitspolitik der DDR als ein Vorzug des einstigen Systems. Umdeutungen durch ehemalige DDR-Funktionäre vermischen sich mit verklärten Bildern der Menschen. Dabei war das Gesundheitswesen Teil als der DDR-Mangelwirtschaft gegen Ende nicht mehr überlebensfähig.   
Zum Artikel Totalitarismus und Demokratie      

Der unerwünschte AIDS-Patient
In der DDR gab es relativ wenige Menschen mit einer HIV-Infektion. Bereits frühzeitig initiierten die Offiziellen eine Expertengruppe, die sich um die Gefahren der neuen Krankheit in der DDR beschäftigen sollte. Die Öffentlichkeit wurde darüber zunächst nicht informiert. Als weltweit die Infektionszahlen drastisch stiegen, gab es auch in der DDR breite Öffentlichkeitskampagnen. Der Ursprung der Seuche wurde unterschiedlich gedeutet. Die geheimdienstgesteuerte Desinformation führte zu Konflikten in der Fachwelt. Korrekte Zahlen von Infizierten in der DDR wurden verschwiegen. Verschwiegen wurde auch der Umgang mit infizierten Ausländern. Anfrage

Das Gesundheitsabkommen zwischen der Bundesrepublik und der DDR.
Das Abkommen brachte deutliche Verbesserungen für Reisende zwischen den beiden deutschen Staaten, Arzneimittel konnten zunehmend grenzüberschreitend verschickt werden, deutsch-deutsche Forschungen wurden ausgeweitet. Doch der Annäherungsprozess dauerte Jahre. Etliche diplomatische Runden brachten kaum Forschritte. Immer wieder stritten die Vertreter beider Seiten um die im Kalten Krieg typischen Kleinigkeiten.
Interessiert? Dann hier klicken.

Medikamententests westlicher Pharmahersteller in der DDR - Valuta-Wirtschaft im Geheimen
*Die Rolle der DDR-Staatssicherheit bei den Medikamententests Plos One   
*Forschungsergebnisse im JME des British Medical Journal   
*Pilotstudie im Auftrag des Uniklinikums Jena: Wussten die Patienten von den klinischen Studien? Krankenakten geben Aufschluss  Abschlussbericht